ANGEKOMMEN: Heimatverlust bei Sighard Gille

Im Dezember traf sich die Gruppe in der Sonderausstellung »ruhe­los« des Leipziger Malers Sighard Gille. In sei­nen künst­le­ri­schen Arbeiten befasst sich Gille mit sei­ner Heimat der DDR, in der er berühmt gewor­den ist. Die his­to­ri­schen Ereignisse in Deutschland spie­len in sei­nen Malereien eine gro­ße Rolle. Im Zusammenhang mit der Ausstellung beschäf­tig­te sich die Gruppe von „Angekommen“ mit dem Thema »Heimat« und »Heimatverlust«. Was bedeu­tet Heimat? Diese Frage beant­wor­te­ten die Teilnehmenden zunächst für sich auf ein­zel­nen Karten. Anschließend ord­ne­ten sie die Begriffe den Bildern von Gille zu. Familie, Freunde, Liebe und Sicherheit waren dabei Themen die häu­fig benannt wur­den. Diese Inhalte tau­chen auch bei Gilles Malereien immer wie­der auf. Die Teilnehmer*innen konn­ten dadurch eine Verbindung zwi­schen ihrer eige­nen Biografie und den Kunstwerken her­stel­len. Bei einem gemein­sa­men Rundgang tausch­ten wir uns über die viel­fäl­ti­gen Bedeutungen von Heimat aus, die in den Bildern wie­der­ge­fun­den wur­den. Dabei ent­stan­den span­nen­de Diskussionen über die Werke von Sighard Gille und dem eige­nen Heimatverständnis oder Heimatverlust.

Mit den Eindrücken des Besuchs im Museum und den Heimatbegriffen ent­stand bei den wei­te­ren Treffen im Pöge-Haus ein Deutsch-Arabisch-Japanisches Wörter Memory gemein­sam mit Winnie Schmidt und Carolina Rauh.

Fotos: Frédéric Bußmann

Werke von Sighard Gille: © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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