ANGEKOMMEN: Lüpertz meets Klinger

Bei unse­rem sechs­ten Treffen haben wir Skulpturen, Plastiken und Gemälde von Markus Lüpertz und Max Klinger ange­schaut. Das Museum der bil­den­den Künste besitzt vie­le Kunstwerke  von Klinger, der von 1857 – 1920 leb­te. Klinger spiel­te selbst am Klavier Musik von Ludwig van Beethoven und arbei­te­te 18 Jahre an sei­nem „Beethoven“ aus Marmor, Onyx, Bronze und ande­ren kost­ba­ren Materialien. Beim Gang um den 3,5 Tonnen schwe­ren „Beethoven“ schau­ten wir uns christ­li­che und anti­ke Reliefs auf dem Thron an und ent­deck­ten Adam und Eva, Johannes den Täufer, Aphrodite, Tantalos und Kreuzigungsszenen. Vom Handy aus hör­ten wir fer­ne Konzertmusik, die 9. Sinfonie Beethovens oder was davon übrig blieb. Denn am 6. April abends soll­te auch der Museumsdirektor Dr. Hans-Werner Schmidt offi­zi­ell mit 250 gela­de­nen Gästen ver­ab­schie­det wer­den und wir muss­ten dem gro­ßen Soundcheck ent­kom­men.

Der pin­keln­de Tod“ von Klinger wur­de leb­haft dis­ku­tiert. Ein paar Blicke auf die Werke aus Gips von Klinger und Lüpertz, um dann das Werk bei­der Künstler zu ver­glei­chen. Lüpertz, der in Berlin und Düsseldorf lebt, hat selbst mit­be­stimmt, wel­che Werke in unse­rem Haus gezeigt wer­den sol­len. Die Großplastiken von Lüpertz ver­tra­gen sich mit der moder­nen Architektur, sei­ne Gemälde mit dem Sichtbeton, so sieht es der Kurator Dr. Jan Nicolaisen.

Vor dem Haupteingang des Museums steht ein abs­trak­tes Kunstwerk, das in Leipzig viel dis­ku­tiert wird. Wir sind nun drau­ßen im Wind und ler­nen den „Beethoven“ von Markus Lüpertz ken­nen. Fast 3 Meter hoch, 2 Köpfe, die Bronze ist bemalt…Vielleicht bekommt Beethoven bald Gesellschaft von ande­ren Skulpturen oder noch mehr Besucher*innen, die ihn beschau­en und sich trau­en, ihn anzu­fas­sen.

Bei den Treffen im Pöge-Haus setz­ten sich die Teilnehmenden wei­ter mit Skulpturen und Plastiken aus­ein­an­der, indem sie selbst wel­che bau­en, kne­ten und for­men.

Fotos: Carolina Rauh

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