MUSEUMSNACHT 2017

Im Rahmen der dies­jäh­ri­gen Museumsnacht in Halle und Leipzig zum Thema ZEIG DICH prä­sen­tiert sich auch das Ausstellungsteam mit sei­nen Leipziger Netzwerkpartnern im Museumscafé unter dem Motto: SEHEN UND GESEHEN WERDEN. An einer lan­gen Tafel stell­ten sich die Netzwerkpartner des Vermittlungsprogramm vor und gaben Einblicke in ihre Aktivitäten und Projekte.

Der Frauenkultur e.V. stell­te zum Beispiel sei­ne bei­den Projekte im Osten von Leipzig vor: das inter­kul­tu­rel­le Frauen-Informations- und Begegnungszentrum FIA und den MiO Mädchentreff. Aus der Zusammenarbeit mit den bei­den Projekten ent­stand die Idee eines Sprachtandems im Museum für Frauen, wel­ches ab Juni im Museum star­tet.

Das Projekt »ANGEKOMMEN.Raum für Gespräche mit Kunst« der Landeskirche zeig­te Zeichnungen und Fotografien die nach ihren mona­ti­gen Besuchen im Museum ent­stan­den. Das Thema Porträt spiel­te dabei eine gro­ße Rolle, so kam es, dass zwei der Teilnehmenden anwe­send waren und Poträt-Zeichnen für Besucher*innen anbo­ten.

Der Bürgerverein Kolonnadenstraße zeig­te zudem sei­ne ver­schie­de­nen Kalenderausgaben zu his­to­ri­schen Orten in Leipzig. Engagierte Vertreterinnen des Arbeitskreises Geschichte stan­den zudem für Gespräche zur Verfügung.

Ein wei­te­res Highlight waren die Stimmensammler*innen des Zentrums für Europäische und Orientalische Kunst (ZEOK e.V.). Zwei muti­ge Schüler*innen der 100. Grundschule befrag­ten die Besucher*innen der Museumsnacht zum Thema »Meine Heimat, dei­ne Heimat«. Diese Umfrage war auch Teil des Projektes »Vielfalt Willkommen« an der Grundschule in Grünau. Die dabei ent­stan­de­nen Audioaufnahmen konn­te man sich an einer Hörstation auf den Liegestühlen anhö­ren. Daneben waren zwei Schreibmaschinen pla­ziert, an denen die Kinder ihre Antworten direkt abtip­pen konn­ten. 

Die Mitmachaktion WIR SIND SO FREI nahm das Thema »Heimat« noch­mal auf. Diese bestand aus einem gro­ßen Teppich der vor dem Durchgang zum Foyer aus­ge­brei­tet war. Dort wur­den pas­sie­ren­de Museumsnachtgänger*innen ange­hal­ten auf die Frage »Wo ist dei­ne Heimat« mit Klebeband zu ant­wor­ten. Es ent­stand ein bun­tes Gemeinschaftsbild, wel­ches ver­schie­de­ne Heimaten abbil­de­te. Interessanterweise wur­den die Antworten nicht auf natio­na­le Herkunft bezo­gen, son­dern auf einer ganz per­sön­li­chen Ebene inter­pre­tiert.

Neben der lan­gen Tafel im Museumscafé prä­sen­tier­ten die Künstler*innen des inter­na­tio­na­len Netzwerks SagArt e.V. eini­ge ihrer Werke. Ali Al Ahmad, Iman Haki, Kaba Nadaya, Mahbuba Elham Maqsoodi und Espérance Mukeshimana-Albrecht zeig­ten groß- und klein­for­ma­ti­ge Malereien, dar­un­ter auch tra­di­tio­nel­le Arabesken auf Holz.

Eingerahmt wur­de das bun­te Treiben der Netzwerkpartner von ers­ten Informationen zu der Ausstellung »Ayşe Erkmen & Mona Hatoum. Displacements/Entortungen«. Die Kunstwerke der inter­na­tio­na­len Künstlerinnen wur­den auf einem gro­ßen Display gezeigt.

Wir bedan­ken uns ganz herz­lich bei allen Beteiligten für ihr groß­ar­ti­ges Engagement und freu­en uns auf die wei­te­re Zusammenarbeit!

Fotos: Kirsten Huwig, Bettina Salzhuber

 

Wo ist dei­ne Heimat?- Interviews zur Museumsnacht 2017

 

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