ANGEKOMMEN: “Die Künstler in der Fremde”

Exil, inne­re Emigration und Reise, die­se Themen behan­delt die aktu­el­le Kabinettausstellung “Die Künstler in der Fremde. Werke aus der Graphischen Sammlung”. Welche Motive und Werke sind dabei ent­stan­den? Welche Erfahrungen haben wir gemacht? Gemeinsam mit der Gruppe ANGEKOMMEN und ande­ren Interessierten such­ten wir nach Antworten zu die­sen Fragen.

Zunächst mach­ten wir einen gemein­sa­men Rundgang mit der Kuratorin Elizabeth Youngman, die­se gab uns eine Einführung zu den aus­ge­stell­ten Kunstwerken. Währenddessen kamen bereits Gespräche über die Themen der Ausstellung zustan­de. Die Sichtweisen der Anwesenden waren dabei beson­ders inter­es­sant, da eini­ge selbst eine Flucht hin­ter sich haben und ähn­li­che Erfahrungen auf­wei­sen.
Nach der gemein­sa­men Runde zeich­ne­ten wir Erinnerungen an unse­re Heimat. Dabei ent­stand zum Beispiel eine Ansicht einer syri­schen Altstadt mit Kanälen und stei­ner­nen Gemäuern. Bedauerlicherweise sind die­se heu­te wohl kom­plett zer­stört. Die Skizze einer Leibniz-Statue eines ira­ni­schen Teilnehmers, steht als Symbol für den Erhalt der euro­päi­schen Kultur, die his­to­risch gewach­sen ist und die er in sei­ner neu­en Heimat Leipzig sehr schätzt. Im Vergleich zum Iran, wo Geschichte ver­drängt und vie­les moder­ni­siert wird. Für eine deut­sche Teilnehmerin liegt Heimat nicht in der Vergangenheit, wo wir gebo­ren sind, son­dern in der Zukunft, dort wo wir hin­ge­hen.
Es war sehr berei­chernd anhand der Ausstellung über eige­ne Fremdheitserfahrungen zu spre­chen und Erinnerung an die jewei­li­ge Heimat zu erwe­cken. Denn am Ende lässt sich fest­stel­len, dass es zwar Unterschiede gibt, aber auch vie­le Gemeinsamkeiten, die über Ländergrenzen hin­aus exis­tie­ren.

Fotos: Elizabeth Youngman, Bettina Salzhuber

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