Ayşe Erkmen, Ewig Dein, 2011

Max Klinger, Beethoven, 1902, und Neue Salome, 1902 (zu Ayşe Erkmen, Ewig Dein, 2009). Foto: Bertram Kober/PUNKTUM

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Ayşe Erkmen
Ewig Dein, 2011
Klanginstallation, 1 Min. 11 Sek., Loop
Courtesy of the artist and Galerie Barbara Weiss, Berlin, Barbara Gross Galerie, München / Munich, Dirimart, Istanbul

Ayşe Erkmens nutzt die beson­de­ren akus­ti­schen Reize des größ­ten Galerieraumes des Museums für eine Klanginstallation. Sie hören in dem Saal, der Max Klingers monu­men­ta­le Skulptur des Komponisten Ludwig van Beethoven beher­bergt, ihre Fassung von Beethovens drei­stim­mi­gen Kanon Ewig Dein. Er wur­de für drei Männerstimmen kom­po­niert. Die Künstlerin ließ ihn in ihrer Fassung von einer Sopransängerin in drei unter­schied­li­chen Stimmlagen inter­pre­tie­ren. Erkmen blen­de­te die Vokalspuren anschlie­ßend als Kanon wie­der über­ein­an­der. Da die Stimmhöhe der Sängerin nicht dem Original ent­spricht, wirkt das Stück leicht ver­setzt, leicht dis­so­nant. Erkmen schafft dadurch einen span­nungs­vol­len Resonanzraum für die hel­den­haf­te Präsentation Beethovens im Leipziger Museum.