Mona Hatoum, Quarters, 2017

Mona Hatoum, Quarters, 2017
Courtesy of the artist and White Cube

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Mona Hatoum
Quarters, 2017
Baustahl
Courtesy of the artist

Die ers­te Fassung die­ser Installation ent­stand bereits 1996 nach einem Gefängnisbesuch der Künstlerin in den USA. Für Leipzig hat Mona Hatoum Quarters im Rückgriff auf die älte­re Arbeit neu pro­du­ziert. Die ins­ge­samt 65 Betten sind in 13 zel­len­ar­ti­gen Zonen in sys­te­ma­ti­scher Ordnung auf­ge­stellt. Sie domi­nie­ren den leicht abge­dun­kel­ten Saal und rufen beklem­men­de Assoziationen her­vor: Weltweit sehen Bettgestelle in Gefängnissen und Lagerunterkünften ähn­lich aus. Auch die Form von Machtstrukturen sowie der Entpersonalisierung Gefangener fol­gen über­all dem glei­chen Prinzip. Die Funktion des Betts als geschütz­ter Rückzugsort funk­tio­niert nicht mehr, das Bett wird zum Symbol für Unterdrückung und Anonymisierung.