AUSSTELLUNGSBEGLEITER

In Kooperation mit dem Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig sind zwei wun­der­ba­re Ausstellungsbegleiter für ver­schie­de­ne Zielgruppen ent­stan­den. Die Museumsbox SIEHSTE kön­nen Sie aktu­ell an der Kasse erhal­ten. Wir dan­ken allen Beteiligten für ihr gro­ßes Engagement und die tol­le Zusammenarbeit!

Im Folgenden eine kur­ze Vorstellung der bei­den umge­set­zen Ausstellungsbegleiter:

1. Mit SIEHSTE siehst du die Ausstellung auf dei­ne Weise!

Ein Ausstellungsbegleiter für Kinder und Jugendliche von Friederike Plöger und Sora Röseler. Diese trans­pa­ren­te Plexiglasbox ist sehr hand­lich gestal­tet und ent­hält ver­schie­de­ne Materialien, wel­che die Wahrnehmung auf Kunstwerke und Räume ver­än­dern und somit den Besuchern eine neue Perspektive auf die Ausstellung geben. Auf einem leuch­ten­den Würfel steht für jeden Gegenstand eine Aufgabe die sich auf ein bestimm­tes Kunstwerk bezieht. Folgende Aufgaben gilt es zu lösen:

FOLIEN (Mona Hatoum, Bourj A, II, III/ Ayşe Erkmen, Taklit/Imitation & Gemütliche Ecken) Dinge aus ihrer ursprüng­li­chen Umgebung her­aus­zu­neh­men, hat einen gro­ßen Effekt. Der Raum, in dem ein Objekt steht, hat immer einen ent­schei­den­den Einfluss auf das Erscheinungsbild. Halte die Folien vor ver­schie­de­ne Kunstwerke oder Orte im Museum und beob­ach­te, wie die „ent­or­te­ten“ Objekte in einem ande­ren Raum wir­ken

FERNROHR (Mona Hatoum, Paravent & Daybed) Mona Hatoum spielt in eini­gen ihrer Arbeiten damit, Alltagsgegenstände in groß zu bau­en. So sehen die Objekte außer­halb ihrer gewohn­ten Umgebung ganz anders aus. Kannst du erken­nen, wie sie sich ver­än­dert haben? Untersuche mit dem Fernrohr klei­ne Dinge, die du bei dir trägst oder gro­ße Gegenstände in dei­nem Umfeld und beob­ach­te wie sich ihre die Wirkung ver­än­dert.

SPIEGEL (Ayşe Erkmen, Half of & Glassworks) Dinge aus ande­ren Perspektiven zu betrach­ten, kann manch­mal sehr hilf­reich sein, um sie zu ver­ste­hen. Ein Spiegel ist ein tol­les Werkzeug, um den Raum aus einem ande­ren Blickwinkel zum sehen. Laufe mit dem Spiegel so durch die Museumsräume, dass sich die Arbeiten der Künstlerinnen dar­in spie­geln. Was pas­siert, wenn du dir den Spiegel unter die Nase hältst?

FARBENBRILLE (Ayşe Erkmen, Die Farben der Buchstaben (M) & (5) Ayşe Erkmen hat für jeden Buchstaben und jede Zahl eine bestimm­te Farbe vor Augen. Durch ver­schie­de­ne Farbfilter kön­nen Farben in ihrer natür­li­chen Umgebung ver­än­dert und etli­che Stimmungen erzeugt wer­den. Setze dir die Brille auf, suche dir far­bi­ge Folien aus und set­ze sie nach­ein­an­der in die Halterung der Brille ein. Beobachte, wie sich die Stimmung im Raum ver­än­dert. Welche Farbe hat die Zahl 5 für dich?

FLIEGENAUGE (Mona Hatoum, Quarters) Wenn du um die Arbeit von Mona Hatoum her­um­gehst, ent­ste­hen ver­schie­de­ne Muster und sym­me­tri­sche Wiederholungen. Beobachte die Muster, die ent­ste­hen, wenn du durch das Fliegenauge schaust. Welche Bilder ent­ste­hen, wenn du das Fliegenauge drehst oder an dein ande­res Auge hältst?

Fotos. Bettina Salzhuber

2. Postkarten

Das Konzept die­ses Begleiters stammt von den Studentinnen Emma Resch und Marie Tollkühn. Sie ent­wi­ckel­ten Postkarten mit ver­schie­de­nen Fragen zu ein­zel­nen Kunstwerken von Ayşe Erkmen und Mona Hatoum. Die Antworten woll­ten sie anschlie­ßend von Studierenden aus kunst­fer­nen Fachbereichen der Universität Leipzig ein­ho­len. Durch die Definitionen aus der Physik, der Mathematik oder Sprachwissenschaften soll­ten neue Zugangsweisen zu den Arbeiten ent­ste­hen. Hier ein Auszug eini­ger Fragen:

Was ist Täuschung? (PFM 1 and others 2013, Ayşe Erkmen)

Was ist Widerstand? (Roadworks 1985, Mona Hatoum)

Was ist ein Maßstab? (Paravent 2008, Mona Hatoum)

Leider konnte dieses Projekt nicht umgesetzt werden. Wir bedauern dies sehr und danken den beiden für ihre Mühe!