Was ist schön?

IMG_9723_web

Ein Projekt in Kooperation mit dem MiO Mädchentreff der Frauenkultur im Osten von Leipzig (Webseite). Der Treff bie­tet Mädchen aus dem Viertel einen geschütz­ten Ort, an dem sie ihre Freizeit ver­brin­gen kön­nen und Hilfe bei ihren Hausaufgaben bekom­men. In der Zusammenarbeit mit dem Museum der bil­den­den Künste wer­den die vor­han­de­nen Angebote auf­ge­grif­fen und im Museum wei­ter­ge­führt.

Das gemein­sa­me Projekt wur­de zu der Frage »Was ist schön?« ent­wi­ckelt, ein Frage die sich die Mädchen häu­fig in ihrem Alltag stel­len. Als Einstieg zum Thema beschäf­tig­ten sich die Mädchen zunächst mit Bildern aus der Werbung, die sie schön oder auch nicht schön fin­den. Es ent­stand eine gemein­sa­me Collage, auf der ver­schie­de­ne Abbildungen aus ihrem Alltag mit Werken des Museums ver­schmel­zen.

Bei einem Ferienworkshop zum Thema »Selbstporträt« setz­ten sich die Mädchen mit ihrem eige­nen Aussehen aus­ein­an­der. Sie zeich­ne­ten ihre Gesichter zunächst frei von ihrem Spiegelbild ab. Anschließend foto­gra­fier­ten wir die Mädchen und sie konn­ten mit Kohlepapier ihre Gesichter durch­zeich­nen und dabei ver­än­dern.

Porträts haben wir auch bei unse­rem gemein­sa­men Ausflug in das Museum gesucht. In der Sonderausstellung von »Nolde und die Brücke« gab es eini­ges zu ent­de­cken. Mit Hilfe des Begleithefts zur Ausstellung zeich­ne­ten die Mädchen zum Beispiel das Selbstporträt von Emil Nolde wei­ter und inter­pre­tier­ten die Stimmung sei­ner Frau Ada, die er auf einem Gemälde dar­stellt. Anschließend setz­ten wir in der Nolde-Werkstatt das Gesehene in eige­ne Bilder um. Unter ande­rem wur­de dort das Atelier des Künstlers nach­ge­baut. Dort stand eine Couch, die Besucher*innen ein­lud sich gegen­sei­tig zu por­trä­tie­ren. Angeregt durch die vie­len Blumenstraußmotive der Künstlergruppe, konn­ten sie an einer wei­te­ren Station Papierblumen bas­teln, die sie mit gro­ßer Freude mit nach Hause nah­men.

 Fotos: Bettina Salzhuber